Entwicklung für Microsoft Windows

Ich entwickle nun schon seit ca. 10 Jahren Client-Server-Anwendungen für Microsoft Windows in einer Softwarefirma, die speziell im Bankenbereich tätig ist. Hier arbeiten wir clientseitig einerseits mit dem Gupta Team Developer (Sprache SQLWindows/32), natürlich aber auch mit Microsoft Visual Studio (Sprachen C, C++ und C#). Serverseitig setzen wird je nach Anwendung auf Java, PHP oder ASP.NET, bei Serverdiensten ebenfalls auf C, C++ oder C#.
Obwohl der Gupta Team Developer aus meiner Sicht ein sehr mächtiges Entwicklungswerkzeug ist, vor allem was die Flexibilität und Entwicklungsgeschwindigkeit betrifft, sind moderne Technologien damit derzeit nur relativ umständlich zu nutzen. In diesem Fall bietet sich dann das Microsoft Visual Studio an, das einerseits eine sehr gute Unterstützung für alle gängigen Technologien enthält, und das es zusätzlich in kostenlosen Express-Versionen gibt.

Nun aber ein paar Details zu den oben angeführten Entwicklungsumgebungen.

Gupta Team Developer

Das Produkt aus dem Hause Gupta hat schon eine relativ lange Geschichte hinter sich. Bereits unter Microsoft Windows 3.0 konnte man mit Gupta SQLWindows entwickeln. Nachdem die 32-Bit Versionen von Microsoft Windows Einzug hielten, hat sich die Firma in Centura umbenannt, und den Centura Builder veröffentlicht, der später zum Centura Team Developer wurde. Später wurde die Firma wieder auf den ursprünglichen Namen Gupta umgetauft, die wiederum vor einiger Zeit von der Firma Unify übernommen wurde, sodass auch das Produkt in der neuesten Version nun Unify Team Developer heißt.

Leider hat die Herstellerfirma (egal wie sie auch hieß) nicht alle Technologien sofort in ihr Produkt implementiert, sodass der Aufholbedarf mittlerweile schon relativ groß ist. Durch ein paar Verkäufe an andere Firmen ist es nun sehr unklar, wie es mit dem Produkt weitergehen wird.

Trotzdem finde ich, dass es weiterhin ein sehr gutes Produkt ist. Die Einfachheit und Geschwindigkeit der Entwicklung könnte zumindest für interne Anwendungen (für Verwaltung etc.) sehr gut verwendet werden, da die Entwicklung dieser Anwendungen erfahrungsgemäß niemand zahlen will, und sie das weitere Projektgeschäft nur aufhalten.
Eine wesentliche Besonderheit dieses Produkts ist die streng strukturierte Darstellung des Quellcodes in der sogenannten Outline. Durch diese Darstellungsart ist es sehr rasch möglich, sich in bestehenden Code einzuarbeiten, oder grobe strukturelle Änderungen durch einfaches Verschieben durchzuführen. Zusätzlich find ich, dass man sich auch als Neuling extrem schnell darin zurechtfindet.
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Microsoft Visual Studio

Diese Entwicklungsumgebung aus dem Hause des Betriebssystemherstellers arbeitet klarerweise immer optimal mit den neuen Technologien, die im Betriebssystem integriert sind, zusammen. Daher glaube ich nicht, dass ich dazu noch recht viel sagen muss.

Besonders gut finde ich, dass seit der Version 2005 des Visual Studios auch kostenlose Express-Versionen angeboten werden. Diese decken zwar jeweils nur einen bestimmten Teilbereich der Entwicklung ab, es lassen sich aber natürlich auch mehrere Versionen parallel installieren, sodass man wieder in den Genuss der Funktionsvielfalt kommt.

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Posted on 14.01.2007, 06:07 By
Categories: Softwareentwicklung