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Hilfe! Mein Windows XP friert ein …

Seit einiger Zeit habe ich das Problem, dass mein Notebook mit Windows XP Home Edition einfach einfriert.
Das passiert jedoch nicht nur bei bestimmten Programmen, sondern auch, wenn ich eine gewisse Zeit lang einfach nichts mache. Das System also im Leerlauf ist.

Die erste Vermutung – Treiberproblem
Meine erste Vermutung war, dass ich irgendeinen Treiber installiert habe, der nicht ganz sauber läuft, und ggf. das Problem verursacht. Ich habe also alle Treiber, die ich für diverse zusätzliche Komponenten benötige, deinstalliert.
Zusätzlich habe ich auch diverse Anwendungen, die ich mir zum Testen draufgespielt habe, wieder entfernt.
Leider war das nicht die Lösung.

Der zweite Versuch – Hardwaretests
Nachdem ich das Problem nicht durch Entfernen verschiedenster Treiber lösen habe können, habe ich diverse Hardwaretests gestartet.

  1. Test im Windows
    Mithilfe des Testwerkzeuges SiSoft SANDRA, das es in einer Gratisversion für die private Verwendung gibt, habe ich mal einen kompletten Testlauf des Systems gestartet.
    Leider blieb der Test mittendrin stehen – also Windows XP ist wieder mal eingefroren (dabei wars so warm an dem Tag). Allerdings hat mir das Werkzeug einen Tip gegeben – es blieb beim Test der Dateizugriffe stehen.
  2. Test mit chkdsk
    Mithilfe des bei Windows mitgelieferten Werkzeugs chkdsk, habe ich dann die Festplatte mal überprüfen lassen. Mit dem Ergebnis, dass es einige fehlerhafte Indizes gefunden hat, die dann gelöscht wurden.
    Allerdings wollte ich auf Nummer sicher gehen, und hab chkdsk mal nach defekten Sektoren und Blöcken suchen lassen (geht natürlich nur nach einem Neustart). Aber so kam die Ernüchterung. Bei ca. 10 – 14% des Fortschritts friert das System wieder ein.
  3. Nun also ohne Windows
    Um ein Problem von Windows auszuschließen, habe ich mir Boot-CDs für den Test des Hauptspeichers und der Festplatte aus dem Internet geladen. Zum Speichertest habe ich auf www.memtest86.com ein geschicktes Werkzeug gefunden, für den Festplattentest habe ich den “Drive Fitness Test” von HITACHI verwendet.
    Beide Werkzeuge sind glücklicherweise kostenlos.
    Ausserdem haben mir diese Tests wieder etwas Hoffnung gegeben, denn die Hardware konnte erfolgreich getestet werden.
  4. Jetzt ists aber Zeit für eine Sicherungskopie
    Nach den ganzen Tests vorab, hab ich dann gemerkt, dass nicht alles von der Festplatte auch Sicherungsmedien abgelegt ist. Also hab ich der Einfachheit halber mal mit xcopy eine komplette Kopie der Festplatte auf ein externes Festplattenlaufwerk gemacht. Natürlich mit dem Hintergedanken, vielleicht die Datei zu finden, auf die das System nicht zugreifen kann, bzw. die das Problem auslösen könnte.
    Aber es konnte alles kopiert werden! *freu*

Ich hab danach nochmal ein paar Hardware-Testprogramme laufen lassen, wobei mir jedoch keines einen Fehler gemeldet hat.

Nach vielem hin-und-her hab ich mich also dazu entschlossen, Windows XP neu aufzusetzen.
Die Festplatte hab ich sicherheitshalber mal neu partitioniert, und zwar in 3 Partitionen (System – Daten – Backup).
Keine Fehler beim Neuformatieren der einzelnen Partitionen, und auch die Installation war problemlos.
Windows XP, Service Pack 2, alle verfügbaren Fixes, Anti-Viren-Software, … eine gewisse Standardausstattung halt.
Um später jederzeit auf dieses Stand zurückkehren zu können, hab ich mich dazu entschlossen, die dritte Partition mit FAT-32 zu formatieren (die anderen beiden sind NTFS), um mit dem Programm Partition Saving ein Abbild der Systempartition dort speichern zu können.

Und plötzlich: Bei jedem Versuch, die Systempartition auf die dritte Partition zu sichern, bleibt irgendwann die Kiste einfach stehen, und macht keinen Mucks mehr.
Es liegt also nicht an Windows XP bzw. an einem der installierten Treiber, denn das Partitionsprogramm läuft unter DOS (genauer gesagt unter Windows 98SE, das aber von einer Bootdisk komplett ohne GUI gestartet wird).
Hmm, kanns trotzdem am Windows liegen, oder hab ich irgendwo einen Hardwarefehler, den kein Programm findet???

ICH HABS!

Gestern hab ich mal mit dem Hersteller gesprochen, und nachdem das Gerät bereits ausserhalb der Garantiezeit war, hat er mir geraten, es auf jeden Fall mal zu öffnen, und die Lüfter zu reinigen. – Es war erstaunlich, was da an Staub zu finden war. Dabei hab ich auch gesehen, dass Staubansammlungen die CPU-Kühlkörper verlegt haben, sodass keine (oder zumindest nur mehr wenig) Luft vom Ventillator durch die Kühlfächer strömen konnte.
Nachdem ich den Staub entfernt hatte, und der CPU etwas Zeit zum Abkühlen gegönnt hatte, konnte ich endlich das Abbild von der Systempartition erstellen!

Ich war sowas von erleichtert!!!!

Fazit

  • So ein Vorfall hat schon was Gutes: System endlich mal neu, und endlich eine vollständige Datensicherung
  • Die CPU wirds mir danken, wenn sie wieder mal viel Luft bekommt.
  • Das Notebook läuft jetzt wieder richtig leise, weil ja die Lüfter nun langsamer laufen können.
Posted on 07.09.2006, 03:44 By
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